Pflegetipps für Unterwasserkameras

Kodak EasyShare C135 im WasserEine Unterwasserkamera kostet nicht wenig Geld. Deshalb will sie pfleglich behandelt sein. Hier haben wir einige Tipps zusammengestellt, wie Sie möglichst lange Freude an Ihrer neuen Unterwasserkamera haben können.

Pflege am Strand / auf dem Boot

  • Nie Batteriefach oder Speicherkartenfach aufmachen
    Einer der größten Fehler im Umgang mit einer Unterwasserkamera besteht darin, sie auf dem Boot vor oder nach Tauchgängen zu öffnen. Dasselbe gilt beim Aufenthalt am Strand.
    Denn überall dort gibt es eine Menge Wasser und Sand. Möglicherweise kann man das kleine Sandkorn gar nicht sehen, das sich zwischen die Ringe der Gummidichtungen quetscht. Das Fach für die Batterie oder Speicherkarte sieht zwar schön verschlossen aus, aber schon beim nächsten Unterwassereinsatz wird Wasser rund um dieses Sandkorn in die Kamera eindringen.
    Die allermeisten Kommentare wie „Schxxx Kamera – schon am zweiten Tag lief sie mit Wasser voll“ sind die Folge der Missbeachtung dieses Tipps.
  • Keine Sonnencreme
    Sonnencreme ist der natürliche Feind des Objektivs. Unbedingt die Hände ganz sauber abwaschen, nachdem man sich mit Sonnencreme eingeschmiert hat. Ansonsten wundert man sich nachher über einen milchigen Schleier, der über allen Bildern zu liegen scheint.
  • Objektiv vor Sand schützen
    Sandkörner fühlen sich in der Masse zwar recht weich an, für ein Objektiv sind sie aber extrem gefährlich. Viele in Sand enthaltene Mineralien haben eine Härte, die der von Glas entspricht oder sogar noch höher liegt. Deshalb können Sandkörner die Linse der Kamera schnell zerkratzen.

Pflege nach der Rückkehr vom Einsatz

  • Mit Leitungswasser abspülen
    Nach der Rückkehr vom Schnorcheln oder Tauchen ist die Unterwasserkamera mit viel Leitungswasser abzuspülen. Damit lassen sich die Salzkristalle entfernen, die sich gerne auf dem Objektiv oder an anderen Stellen niederlassen.
  • Batterien aufladen
    Jetzt ist auch der richtige Moment, sich um die Batterien zu kümmern. Die alten Batterien entnehmen und durch neue ersetzen, oder die Kamera aufladen.

 

 

Unterschied Canon PowerShot D10 vs. D20

Alles neu macht der Mai! Das gilt übrigens auch für Unterwasserkameras. Denn seit Mai wird die neue Canon PowerShot D20 Unterwasserkamera ausgeliefert. Worin bestehen die Unterschiede zwischen der D20 und der D10, dem Vorgängermodell?

.

PowerShot D10PowerShot D20
Bildsensor12,1 Megapixel CCD12,1 Megapixel CMOS
Zoom3-fach optisch5-fach optisch
Video640 x 4801.920 x 1.080
(Full HD)
ProzessorDIGIC 4DIGIC 4
Wasserdicht10 m10 m
Sturzfest1,2 m1,5 m
StaubgeschütztJaJa
Opt. BildstabilisatorJaJa (intelligent)
GPSNeinJa
Display2,5 Zoll3,0 Zoll
SpeicherkartenSD, SDHC, MMCSD, SDHC, SDXC
Gewicht191 g228 g
Abmessungen104 x 49 x 67 mm112 x 28 x 71 mm

.

Der Vergleich von PowerShot D10 vs. D20 zeigt, dass Canon die mittlerweile etwas betagte D10 durch ein absolutes Spitzenmodell ersetzt hat. So hat die neue PowerShot D20 deutliche Vorteile bei:

  • optischer Zoom
  • Video
  • optischer Bildstabilisator
  • Display

Canon PowerShot D20 GPSGanz neu ist natürlich das GPS Feature. Gerade beim Einsatz als Unterwasserkamera oder bei Outdoor Adventures freut man sich ganz besonders über diese Funktion. Denn jedes Bild wird mit den aktuellen Standortdaten versehen. Damit kann man nach dem Urlaub super einfach sehen (und sich erinnern), wo man welches Bild gemacht hat.

Die Abmessungen und das Design der Kamera haben sich auch sehr vorteilhaft verändert. Die PowerShot D10 war relativ dick mit fast 5 cm, da das Objektiv aus dem Gehäuse etwas herausstand. Dies ist bei der D20 viel besser gelöst. Mit nur 28 mm ist sie super-schlank und liegt blendend in der Hand. Sie sieht auch nicht so „knuffig“ aus wie die D10.

Hier geht es zum ausführlichen Test der Canon PowerShot D20.

 

 

 

 

 

Kameraeinstellungen für gute Unterwasserfotos

Unterwasserfoto TippsEine moderne digitale Unterwasserkamera bietet viele Möglichkeiten zur Einstellung. Oft sind spezielle Aufnahmeprogramme für den Unterwassereinsatz vorhanden. Doch selbst in diesen Fällen empfiehlt es sich, genau zu überprüfen, ob diese doch nicht etwa noch optimiert werden können.

Eine Unterwasserkamera benötigt – wie eine Kamera beim Einsatz auf Land – möglichst viel Licht, um ein gutes Foto zu machen. Wer schon einmal nachts ohne Blitz fotografiert hat, kann dies sicher nachvollziehen. Doch unter Wasser gibt es nun einmal einfach weniger Licht als über Wasser. Dazu muss man gar nicht erst in tiefe Tiefen tauchen. Wasser enthält viele Schwebstoffe (zum Beispiel Sand und Algen), die das Licht trüben. Zusätzlich ändern sich die Lichtverhältnisse durch die Wellen auf der Wasseroberfläche ununterbrochen. Aus diesen Gründen sollte eine Unterwasserkamera so eingestellt werden, dass sie mit möglichst wenig Licht auskommt.

ISO Einstellung

ISO bezeichnet die Lichtempfindlichkeit einer Kamera. Standardmäßig ist bei den meisten Kameras ein Wert von 100 eingestellt. Wenn dieser Wert auf 200 erhöht wird, benötigt die Kamera 50% weniger Belichtungszeit um ein Foto zu machen. Stellt man den Wert auf 400 ein, reduziert sich die Belichtungszeit um 75%. Doch Achtung – je höher die ISO Einstellung, desto mehr Bildrauschen. Wir empfehlen, die verschiedenen ISO Werte auszuprobieren und sich dann zu entscheiden, was noch eine akzeptable Qualität liefert. Bei den auf dieser Webseite vorgestellten Unterwasserkameras gibt es zwischen 100 und 200 eigentlich keinerlei bemerkbaren Unterschiede, und die höherpreisigen Modelle liefern auch bei ISO 400 noch hervorragende Bilder.

Belichtungszeit

Bei den meisten Unterwasserkameras kann man auch eine Belichtungszeit vorstellen. Die Automatik der Kamera passt dann selbsttätig die Blendengröße so an, dass die eingestellte Belichtungszeit eingehalten werden kann. Da man beim Schwimmen oder Tauchen die Kamera niemals perfekt still halten kann, sollte man versuchen, Belichtungszeiten von 1/125 Sekunde und weniger zu erreichen. Bei Unterwasserkameras mit Bildstabilisator (zum Beispiel Canon PowerShot D10) kann man auch mit höheren Belichtungszeiten wie 1/30 Sekunde noch scharfe Unterwasserfotos erzielen.

Fazit

Mit den hier vorgeschlagenen Einstellungen benötigt jede digitale Unterwasserkamera deutlich weniger Licht als mit den Standardeinstellungen. Dadurch reduziert sich die Wahrscheinlichkeit verwackelter und verschwommener Bilder erheblich. Diese Kameraeinstellungen alleine garantieren jedoch noch nicht gute Unterwasserfotos – es bedarf auch etwas Glück, um interessante Motive vor die Unterwasserkamera zu bekommen!